gut2 – Gutes aus der Natur.

Die unberührte Tiefe der Erde bewahrt noch viel Unentdecktes. Mutter Natur verdanken wir unser gutes Quellwasser. In Nindorf bringt die Kimberquelle gut2 ans Tageslicht. Wie und wo, das kannst du selbst vor Ort entdecken.

Die Quelle der besonderen Art wurde ganz zufällig entdeckt, als 1884 in Nindorf nach Erdöl gebohrt wurde. Als die Bauherren die Mergelschicht durchdrangen, stießen sie auf eine artesische Wasserader. Seither sprudelt sie von ganz allein aus der Erde. Errichtet wurde daraufhin ein artesischer Brunnen, der zwischen 1913 und 1972 die Nachbargemeinde Remmels mit Wasser versorgte. Dieses ungefilterte, eisenhaltige Wasser benutzten die Frauen des Ortes natürlich auch zum Waschen. Doch durch den hohen Eisengehalt im Wasser wurde ihre Wäsche nie richtig weiß – daher nannte man sie die „grauen Mäuse von Remmels“. Aus diesem Grund setzten in den Siebziger Jahren die Frauen der Gegend durch, dass ihre Trinkwasserversorgung an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen wird. Ihnen war damals offenbar nicht bewusst, wie gut ihr Wasser eigentlich war. Der unter Denkmalschutz stehende Wasserturm in Remmels zeugt noch heute von diesen Zeiten.

Wiederentdeckung der Quelle

Erst im Jahr 2000 wurde die Quelle von dem Kaufmann Hans-Detlef Häufle „wiederentdeckt“. Er plante in Kooperation mit der Hohenwestedter Werkstatt, das kostbare Quellwasser in Flaschen abzufüllen und zu vermarkten. Die Hohenwestedter Werkstatt übernahm die Planung und pachtete das Grundstück. Bernd Ramm, bis Frühjahr 2014 Einrichtungsleiter der Hohenwestedter Werkstatt, ergriff die Initiative und taufte gemeinsam mit Hans-Detlef Häufle die Quelle auf den Namen „Kimberquelle“. Der Begeisterung und dem Engagement von Bernd Ramm verdankt die Hohenwestedter Werkstatt die Umsetzung des Projektes „Quellwasser“. Auch wir profitieren davon - denn wir alle trinken „gut2“.   

Leuchtturmprojekt

Die Gremien der Aktivregion Mittelholstein erkannten das Potential dieser Idee und bewerteten es als „Leuchtturmprojekt“. Es wurde aus Mitteln der EU nach dem Zukunftsprogramm Ländlicher Raum bezuschusst. Die Mineral- und Tafelwasserverordnung (Min/TafelWV) besagt, dass Quellwasser nur am Quellort abgefüllt werden darf. Somit entstand direkt an der Quelle in Nindorf ein Abfüllhaus mit Abfüllraum, Lager, Informations- und Ausstellungsraum.

Naturpark Aukrug

Die Quelle befindet sich im Naturpark Aukrug, einer Region in der Mitte Schleswig-Holsteins. Geprägt durch Wälder und Wiesen, Teiche und Bäche, Hügel und Felder erstreckt sich die rund 380 Quadratkilometer große Fläche um den Ort Aukrug. Die naturnahe und abwechslungsreiche Landschaft bietet Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.